Definition: Die Auszahlungsquote (auch Ausschüttungsquote oder RTP – Return to Player) gibt den prozentualen Anteil der Einsätze an, der über einen längeren Zeitraum als Gewinne an die Nutzer eines Geldspiel- oder Unterhaltungsautomaten zurückfließt. Sie ist ein zentraler Kennwert für die Rentabilität aus Sicht des Betreibers und die Gewinnchance aus Sicht des Spielers.

Hier findest du weitere wichtige Begriffe in unserem Automaten-Glossar.

Gesetzliche Regelungen und Berechnung

In Deutschland wird die Auszahlungsquote bei Geldspielgeräten (GSG) durch die Spielverordnung (SpielV) streng reguliert. Im Gegensatz zu klassischen Warenautomaten, bei denen die Marge über den Verkaufspreis gesteuert wird, ist bei Spielautomaten eine Mindestausschüttung technisch im Algorithmus der Software hinterlegt. Die Quote wird meist über zehntausende Spielzyklen berechnet, weshalb kurzfristige Abweichungen (hohe Gewinne oder lange Verlustserien) statistisch normal sind.

FAQ für Auszahlungsquote für Automaten

Früher gab es einen festen Prozentsatz (mind. 60 %). Seit der Änderung der Spielverordnung gibt es keinen starren Prozentsatz mehr, sondern komplexe Vorgaben zu maximalen Verlusten pro Stunde (max. 60 €) und maximalen Gewinnen. In der Praxis pegelt sich die Quote bei staatlich konzessionierten Geräten meist zwischen 90 % und 97 % ein.
Nein. Die Software der Geräte ist staatlich geprüft (z. B. durch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt, PTB) und verplombt. Eigenmächtige Änderungen an der Gewinnwahrscheinlichkeit führen zum Erlöschen der Betriebserlaubnis und sind strafbar.
Die Bruttoquote bezieht sich auf die reinen Einsätze im Verhältnis zu den Gewinnen. Die Nettoquote berücksichtigt zudem die Abführung der Vergnügungsteuer und Umsatzsteuer durch den Betreiber, was den tatsächlichen Verbleib beim Unternehmer deutlich mindert.
Online-Casinos haben deutlich geringere Fixkosten (keine Stellplatzmiete, keine physische Wartung vor Ort) und können daher oft höhere Quoten von 96-98 % anbieten, während stationäre Aufsteller aufgrund der hohen Kostenstruktur oft im unteren legalen Bereich kalkulieren müssen.
Indirekt ja, bei sogenannten "Gewinnspielautomaten" (z. B. Greifarm-Automaten auf Jahrmärkten). Hier stellt der Betreiber mechanisch oder elektronisch ein, nach wie vielen Versuchen der Greifer mit voller Kraft zupackt, um die gesetzlich vorgeschriebenen Gewinnmargen und Preisobergrenzen einzuhalten.

Quellen & Links:

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