Definition: Automatenleasing ist ein Finanzierungsmodell, bei dem ein Automatenbetreiber gegen eine monatliche Gebühr (Leasingrate) das Recht erhält, einen Verkaufsautomaten über einen festgelegten Zeitraum zu nutzen. Der Leasinggeber bleibt in der Regel rechtlicher Eigentümer, während der Betreiber als Leasingnehmer die wirtschaftliche Nutzung sowie die Instandhaltung übernimmt.

Hier findest du weitere wichtige Begriffe in unserem Automaten-Glossar.

Vorteile von Leasing im Automatenbusiness

Der größte Vorteil des Leasings liegt in der Schonung der Liquidität („Pay-as-you-earn“-Prinzip). Da keine hohen einmaligen Anschaffungskosten anfallen, können Betreiber ihr Kapital für die Standortakquise und den Wareneinkauf nutzen. Steuerlich gesehen sind die Leasingraten als Betriebsausgaben sofort absetzbar, was die Steuerlast direkt mindert. Zudem ermöglicht Leasing den regelmäßigen Zugriff auf modernste Gerätetechnik, da die Automaten nach Ende der Laufzeit oft unkompliziert gegen neuere Modelle ausgetauscht werden können.

FAQ für Automatenleasing für Automaten

Die Rate hängt vom Kaufpreis des Automaten, der Laufzeit und dem aktuellen Zinssatz ab. Für einen Snackautomaten im Wert von ca. 6.000 € liegen die Raten bei einer Laufzeit von 48 Monaten meist zwischen 130 € und 170 € pro Monat. Eine gute Bonität des Betreibers ist hierfür Voraussetzung.
Beim Leasing steht die Nutzung im Vordergrund; der Automat kann am Ende der Laufzeit zurückgegeben oder zum Restwert übernommen werden. Beim Mietkauf ist von vornherein geplant, dass der Automat nach Zahlung der letzten Rate ins Eigentum des Betreibers übergeht. Der Mietkauf wird zudem bereits zu Beginn als Anlagevermögen in der Bilanz des Betreibers aktiviert.
Ja, es gibt spezialisierte Leasinggesellschaften für die Vending-Branche, die Gründermodelle anbieten. Oft wird jedoch eine Anzahlung (Mietsonderzahlung) von 10 % bis 20 % oder eine persönliche Bürgschaft verlangt, da Neugründungen ohne Historie ein höheres Risiko für den Leasinggeber darstellen.
Neben der monatlichen Rate müssen Betreiber meist eine Maschinenbruchversicherung abschließen, die vom Leasinggeber gefordert wird. Zudem fallen oft einmalige Bearbeitungsgebühren bei Vertragsabschluss an. Wartung und Service sind in Standard-Leasingverträgen meist nicht enthalten, es sei denn, es handelt sich um ein spezielles Full-Service-Leasing.
Je nach Vertragsart (Vollamortisation oder Teilamortisation) gibt es drei Optionen: 1. Rückgabe des Geräts an den Leasinggeber. 2. Verlängerung des Vertrags zu günstigeren Konditionen. 3. Kauf des Automaten zum vereinbarten Restwert (Andienungsrecht). Letzteres ist bei Automaten mit langer Lebensdauer sehr verbreitet.

Quellen & Links:

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