Definition: Ein Füllstandsensor ist ein technisches Bauteil im Inneren eines Automaten, das die Menge der noch vorhandenen Ware oder Betriebsmittel (z. B. Wasser, Bohnen oder Becher) erfasst. Diese Daten sind die Grundlage für ein effizientes Bestandsmanagement und verhindern unnötige Servicefahrten zu noch ausreichend befüllten Automaten.

Hier findest du weitere wichtige Begriffe in unserem Automaten-Glossar.

Technologien und Messverfahren

Je nach Automatentyp kommen unterschiedliche Sensoren zum Einsatz. Bei Snackautomaten wird der Füllstand oft „logisch“ ermittelt: Die Software zählt die Umdrehungen der Spirale ab dem Zeitpunkt der letzten Befüllung. Bei Heißgetränke- oder Verkaufsautomaten für Schüttgut kommen jedoch physische Sensoren wie Lichtschranken (für den Becherstapel), Kapazitive Sensoren (für Pulver oder Bohnen) oder Wiegezellen zum Einsatz. Diese Sensoren melden den Status „Fast Leer“ oder „Leer“ in Echtzeit an das Cloud-Management.

FAQ zu Füllstandsensoren bei Automaten

Die Genauigkeit hängt vom System ab. Während Wiegezellen das Gewicht auf das Gramm genau erfassen, arbeiten Lichtschranken oft nur mit Schwellenwerten (z. B. "Bechervorrat unter 10 %"). Digitale Zählwerke in Spiralautomaten sind extrem präzise, solange der Befüller die Startmenge korrekt in das System eingegeben hat.
Standard-Füllstandsensoren prüfen nur die Anwesenheit von Ware. Ein blockiertes Fach oder eine verklemmte Packung wird eher durch einen "Vend-Sensor" (Lichtschranke im Ausgabeschacht) erkannt, der registriert, ob nach dem Motorlauf tatsächlich ein Produkt unten angekommen ist.
In diesem Fall kann der Automat das betroffene Fach automatisch sperren, um zu verhindern, dass Kunden Geld für ein nicht vorhandenes Produkt einwerfen. Gleichzeitig wird eine Push-Nachricht oder E-Mail an den Betreiber gesendet, um die Priorität im Befüllungsplan zu erhöhen.
Ja, besonders optische Sensoren in Kaffee- oder Kaltgetränkeautomaten können durch Staub, Pulverreste oder Kondenswasser beeinträchtigt werden. Eine regelmäßige Reinigung der Sensorflächen ist daher fester Bestandteil der Wartung, um Fehlalarme zu vermeiden.
Die Nachrüstung physischer Sensoren in der Mechanik ist aufwendig. Meist ist es effizienter, ein Telemetrie-Modul nachzurüsten, das die Daten direkt vom MDB-Protokoll der Steuerung abgreift und die Abverkäufe rechnerisch überwacht.

Quellen & Links:

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