Definition: Hosting im Automatenkontext bezeichnet die Bereitstellung von Serverressourcen, auf denen die Management-Software (VMS – Vending Management System) eines Automatenparks betrieben wird. Es bildet die digitale Infrastruktur, über die Verkaufsdaten, Bestände und Fehlermeldungen in Echtzeit verarbeitet und gespeichert werden.

Hier findest du weitere wichtige Begriffe in unserem Automaten-Glossar.

Cloud-Hosting vs. Lokale Installation

In der modernen Vending-Branche hat sich das Cloud-Management (SaaS – Software as a Service) fast vollständig durchgesetzt. Hierbei übernimmt der Software-Anbieter das Hosting auf externen Servern. Der Betreiber greift per Browser oder App auf seine Daten zu. Dies minimiert die eigenen IT-Investitionen und garantiert eine hohe Verfügbarkeit. Nur sehr große Unternehmen mit extremen Sicherheitsanforderungen nutzen vereinzelt noch „On-Premise“-Lösungen, bei denen die Software auf eigenen, physischen Servern im Unternehmen gehostet wird.

Datensicherheit und Konnektivität

Da über das Hosting auch sensible Informationen wie Transaktionsdaten des Cashless Payment oder Standortkoordinaten (GPS-Tracking) laufen, spielt die Sicherheit eine zentrale Rolle. Professionelle Hosting-Anbieter nutzen zertifizierte Rechenzentren (z. B. nach ISO 27001) und verschlüsselte Verbindungen. Die Anbindung der Automaten an das Hosting erfolgt meist über Mobilfunk (M2M-SIM-Karten), die eine permanente Synchronisation der Füllstände und Umsätze sicherstellen.

FAQ zum Hosting von Automaten-Software

Cloud-Hosting bietet maximale Flexibilität bei der Expansion. Sie müssen keine eigene Server-Hardware kaufen oder warten. Neue Automaten lassen sich per "Plug & Play" hinzufügen, und Software-Updates werden vom Anbieter automatisch eingespielt.
Das hängt vom Anbieter ab. Für Betreiber in Deutschland ist es aus Datenschutzgründen (DSGVO) ratsam, Anbieter zu wählen, die ihre Server innerhalb der EU hosten. Dies stellt sicher, dass die Speicherung personenbezogener Daten den hiesigen Standards entspricht.
Ein guter Hosting-Anbieter garantiert eine Verfügbarkeit von über 99 %. Sollte der Server dennoch ausfallen, kann der Automat in der Regel offline weiterverkaufen. Die Daten werden lokal zwischengespeichert und synchronisiert, sobald das Hosting wieder erreichbar ist.
Meist wird eine monatliche Gebühr pro angeschlossenem Automaten erhoben. Diese deckt die Servermiete, den Support und oft auch das Datenvolumen der integrierten SIM-Karte ab. Diese Gebühren gehören zu den fest einzuplanenden Fixkosten.
Seriöse Systeme bieten Schnittstellen (APIs) oder Export-Funktionen (z. B. Excel/CSV) an. Dies ist wichtig, um die Verkaufsdaten für die Buchhaltung oder zur Analyse der Gewinnmarge in eigene Systeme zu übernehmen.

Quellen & Links:

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