Definition: Kartenzahlung (häufig auch als Cashless Payment oder bargeldloses Bezahlen bezeichnet) ermöglicht es Kunden, Waren am Automaten mittels Debit- oder Kreditkarten sowie mobilen Endgeräten (Smartphone, Smartwatch) zu bezahlen. In der modernen Vending-Branche ist dies eine der wichtigsten Hardware-Komponenten zur Umsatzsteigerung.

Hier findest du weitere wichtige Begriffe in unserem Automaten-Glossar.

Technik und kontaktloses Bezahlen

Die meisten modernen Terminals setzen auf die NFC-Technologie (Near Field Communication), die kontaktloses Bezahlen ermöglicht. Der Kunde hält seine Karte oder sein Smartphone lediglich vor den Leser. Unterstützt werden in der Regel Girocards, Kreditkarten (Visa, Mastercard) sowie digitale Wallets wie Apple Pay und Google Pay. Die Anbindung erfolgt über das MDB-Protokoll direkt an die Steuerung des Automaten. Die Datenübertragung zum Zahlungsdienstleister wird meist über eine verschlüsselte Mobilfunkverbindung (SIM-Karte) realisiert.

Vorteile für Betreiber

Durch die Integration von Kartenzahlung sinken die Betriebsstörungen, die durch verklemmte Münzen oder volle Geldkassetten entstehen. Zudem entfällt ein Teil des Risikos bei einem Automaten-Diebstahl, da weniger Bargeld im Gerät gelagert wird. Statistisch gesehen steigt der Jahresumsatz deutlich an, da Kunden bei Kartenzahlung weniger preisempfindlich sind und auch dann kaufen, wenn sie kein Kleingeld mit sich führen.

FAQ zur Kartenzahlung bei Automaten

Neben den Investitionskosten für die Hardware fallen monatliche Gebühren für die SIM-Karte (Telemetrie) und den Service des Zahlungsanbieters an. Hinzu kommt eine Transaktionsgebühr pro Verkauf, die sich meist aus einem festen Betrag (z. B. 0,05 € bis 0,10 €) und einem prozentualen Anteil (1–3 %) zusammensetzt.
Ja. Obwohl die prozentualen Gebühren die Gewinnmarge bei Kleinstbeträgen leicht schmälern, kompensiert der höhere Gesamtabsatz diesen Effekt meist. Zudem fordern Kunden an attraktiven Frequenzstandorten heute eine bargeldlose Option als Standard.
Die Terminals entsprechen den PCI-DSS-Sicherheitsstandards. Da keine PIN-Eingabe bei Kleinbeträgen erforderlich ist ("Contactless Tap"), ist der Vorgang für den Kunden extrem schnell und sicher. Bei höheren Beträgen erfolgt die Verifizierung oft über das Smartphone (Biometrie).
Sofern der Automat über eine MDB-Schnittstelle verfügt, ist eine Nachrüstung fast immer möglich. Es wird lediglich eine Aussparung für das Terminal in der Frontblende benötigt, oder es wird ein externes Aufbaugehäuse verwendet.
Die Umsätze werden digital erfasst und im Cloud-Management-System des Betreibers angezeigt. Die Auszahlung durch den Zahlungsdienstleister (Acquirer) erfolgt meist wöchentlich oder monatlich direkt auf das Geschäftskonto.

Quellen & Links:

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