Definition: Die Kundenfrequenz (auch Passantenfrequenz genannt) bezeichnet die Anzahl potenzieller Kunden, die in einem definierten Zeitraum direkt am Automaten vorbeilaufen oder sich im unmittelbaren Umfeld aufhalten. Sie ist die wichtigste Kennzahl für die Standortbewertung, da sie das theoretische Maximum der Verkaufschancen bestimmt.

Hier findest du weitere wichtige Begriffe in unserem Automaten-Glossar.

Frequenz vs. Konversionsrate

Eine hohe Kundenfrequenz allein garantiert noch keinen hohen Jahresumsatz. Entscheidend ist die Qualität der Frequenz: An einem Bahnhof laufen zwar tausende Menschen vorbei (hohe Frequenz), aber sie haben oft wenig Zeit. In einem Pausenraum eines Logistikzentrums ist die Frequenz niedriger, aber die Konversionsrate (der Prozentsatz der Vorbeilaufenden, die tatsächlich kaufen) deutlich höher, da es dort kaum Alternativen gibt. Idealerweise suchen Betreiber nach Frequenzstandorten, an denen die Zielgruppe eine hohe Verweildauer oder ein konkretes Bedürfnis (Durst, Hunger) hat.

Messung der Frequenz

Vor der Aufstellung eines teuren Geräts führen professionelle Betreiber oft Frequenzanalysen durch. Dies kann manuell (Zählung vor Ort zu verschiedenen Tageszeiten) oder technisch erfolgen. Moderne IoT-Automaten können über WLAN-Schnüffler oder Kamerasensoren (anonymisiert) sogar erfassen, wie viele Personen am Gerät vorbeigekommen sind, ohne etwas zu kaufen. Diese Daten sind essenziell, um das Sortiment oder das Branding des Automaten zu optimieren.

FAQ zur Kundenfrequenz bei Automaten

Es gibt keine pauschale Zahl, aber als Faustformel gilt: Ein Snackautomat im öffentlichen Raum sollte täglich von mindestens 300 bis 500 Personen passiert werden. In geschlossenen Bereichen (Firmen) reichen oft 50 bis 100 Mitarbeiter aus, da diese den Automaten mehrmals täglich nutzen.
Durch bessere Sichtbarkeit! Eine auffällige Folierung, LED-Beleuchtung oder Hinweisschilder ("Wegweiser zum Automaten") lenken die Aufmerksamkeit der Passanten auf das Gerät. Auch die Listung bei Google Maps oder in speziellen Automaten-Finder-Apps steigert die digitale Frequenz.
Die Frequenz ist meist stark schwankend. Büros haben Spitzenzeiten (Frühstück, Mittag, Feierabend), während Bahnhöfe oft zwei "Rush-Hours" haben. Ein Imbissautomat profitiert besonders von Standorten, an denen auch nachts Frequenz herrscht, wenn andere Geschäfte geschlossen haben.
Eigentlich nicht, aber sie erhöht den Wartungsaufwand. Bei extrem hoher Frequenz muss der Befüllungsplan deutlich enger getaktet sein, und die Hardware-Komponenten (Tastatur, Ausgabeklappe) unterliegen einem schnelleren Verschleiß.
Vermieter kennen den Wert ihrer Frequenzstandorte. Je mehr Menschen vorbeilaufen, desto höher ist meist die Forderung im Provisionsmodell oder die Fixmiete. Betreiber müssen hier genau kalkulieren, ob die Marge die hohen Standplatzkosten deckt.

Quellen & Links:

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