Definition: Die Netzwerkfähigkeit beschreibt die technische Ausstattung eines Automaten, die es ihm ermöglicht, Daten mit externen Systemen (Servern, Zahlungsdienstleistern oder Management-Software) auszutauschen. Ein netzwerkfähiger Automat wird dadurch zum IoT-Automaten (Internet of Things) und ist die Grundvoraussetzung für modernes Vending.

Hier findest du weitere wichtige Begriffe in unserem Automaten-Glossar.

Übertragungswege und Konnektivität

Um die Vorteile eines Monitoring-Systems nutzen zu können, muss der Automat online sein. Dafür gibt es verschiedene Wege:

  • Mobilfunk (LTE/5G): Der gängigste Weg. Über eine M2M-SIM-Karte (Machine-to-Machine) im Telemetrie-Modul verbindet sich der Automat unabhängig von lokaler Infrastruktur mit dem Internet. Ideal für Frequenzstandorte im Freien oder in Bahnhöfen.
  • WLAN: In Büros oder Einkaufszentren kann der Automat oft in das vorhandene Wi-Fi-Netzwerk eingebunden werden. Das spart laufende Mobilfunkkosten, erfordert aber die Freigabe durch die IT des Standortgebers.
  • LAN (Ethernet): Die stabilste, aber aufwendigste Lösung, da ein Netzwerkkabel zum Automaten gelegt werden muss.

Warum Netzwerkfähigkeit heute Pflicht ist

Früher waren Automaten „Insel-Lösungen“. Heute ist die Vernetzung entscheidend für die Wirtschaftlichkeit. Ohne Netzwerkfähigkeit ist keine Kreditkartenakzeptanz möglich, da die Transaktionen in Echtzeit autorisiert werden müssen. Zudem ermöglicht die Netzwerkfähigkeit das Einspielen von Software-Updates („Over-the-Air“), die Anpassung von Preisen aus der Ferne und die lückenlose Überwachung des Kühlmoduls zur Einhaltung der Hygienevorschriften.

FAQ zur Netzwerkfähigkeit bei Automaten

Moderne Automaten verfügen über einen Zwischenspeicher (Offline-Modus). Verkäufe werden lokal geloggt und synchronisiert, sobald die Verbindung wieder steht. Aber Achtung: Kartenzahlungen können ohne Netz meist nicht verarbeitet werden.
Professionelle Hardware-Komponenten nutzen verschlüsselte VPN-Tunnel oder TLS-Verschlüsselung. Zudem sind die Zahlungsdaten durch PCI-DSS-Standards strikt vom Rest der Systemdaten getrennt.
Ja. Sofern der Automat über eine MDB-Schnittstelle verfügt, kann ein externes Telemetrie-Modul nachgerüstet werden. Damit lassen sich auch ältere Geräte in ein modernes Cloud-Management integrieren.
Überraschend wenig. Reine Verkaufs- und Bestandsdaten verbrauchen meist weniger als 50–100 MB pro Monat. Werden jedoch Videos oder Werbung auf einem Touchscreen-Display gestreamt, kann der Bedarf deutlich steigen.
Wenn Sie das WLAN des Standortgebers nutzen, müssen Sie sicherstellen, dass Ihr Automat keine Sicherheitslücke im Firmennetz darstellt. Oft ist die Nutzung einer eigenen Mobilfunklösung unkomplizierter und rechtlich sicherer.

Quellen & Links:

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