Definition: Die Passantenfrequenz bezeichnet die Anzahl der Personen, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums an einem potenziellen Automatenstandort vorbeilaufen. Sie ist die Basis für die Berechnung des Umsatzpotenzials und bestimmt maßgeblich, ob sich die Investitionskosten amortisieren.
Hier findest du weitere wichtige Begriffe in unserem Automaten-Glossar.
Qualität vor Quantität: Die Zielgruppenanalyse
Eine hohe Passantenfrequenz allein garantiert noch keinen Erfolg. Entscheidend ist die „Qualität“ der Frequenz. An einem Bahnhof laufen zwar viele Menschen vorbei (hohe Brutto-Frequenz), aber oft haben sie es eilig. An einer Bushaltestelle oder in einem Wartebereich ist die Frequenz vielleicht niedriger, aber die „Verweildauer“ ist höher, was die Chance auf einen Spontankauf am Frequenzstandort massiv steigert.
Berechnung der Conversion-Rate
Im Vending-Bereich rechnet man oft mit einer Conversion-Rate (Umwandlungsrate) von 0,5 % bis 2 %. Das bedeutet: Von 1.000 Passanten kaufen durchschnittlich 5 bis 20 Personen etwas am Automaten. Bei der Standortakquise hilft eine manuelle Zählung oder die Nutzung von Frequenzdaten (z. B. von Mobilfunkanbietern oder Stadtplanungsämtern), um eine realistische Margenkalkulation aufzustellen.
Faktoren, die die Frequenzwirkung beeinflussen
- Sichtbarkeit: Wird der Automat schon aus 20 Metern Entfernung wahrgenommen? (Gute Beleuchtung für den Nachtbetrieb ist hier Pflicht).
- Barrierefreiheit: Ist der Automat leicht zugänglich oder müssen Passanten einen Umweg laufen?
- Konkurrenz: Befindet sich ein Kiosk oder Supermarkt in unmittelbarer Nähe, der die Kaufbereitschaft am Automaten senkt?
FAQ zur Passantenfrequenz bei Automaten
Quellen & Links: