Definition: Die Preisstrategie beschreibt den geplanten Ansatz eines Automatenbetreibers, Verkaufspreise festzulegen, um Wettbewerbsvorteile zu erzielen und die Rentabilität zu maximieren. Sie ist eng mit der Margenkalkulation verknüpft und muss die spezifischen Gegebenheiten des Frequenzstandorts berücksichtigen.
Hier findest du weitere wichtige Begriffe in unserem Automaten-Glossar.
Gängige Preisstrategien im Vending
Im Gegensatz zum stationären Handel erlaubt der Automatenbetrieb oft eine flexiblere Preisgestaltung, da der Komfort (Convenience) und die Verfügbarkeit (24/7) im Vordergrund stehen:
- Premium-Pricing: An Standorten mit wenig Konkurrenz (z. B. Hotel-Lobby, Klinik-Wartezimmer) können deutlich höhere Preise verlangt werden, da der „Sofort-Bedarf“ dominiert.
- Psychologische Preisgestaltung: Die Nutzung von Schwellenpreisen (z. B. 1,90 € statt 2,00 €). Dank Cashless Payment sind krumme Preise kein Problem mehr, während beim reinen Bargeldbetrieb „glatte“ Beträge bevorzugt werden, um den Münzwechsler zu schonen.
- Mischkalkulation: Lockangebote („Schnelldreher“) werden günstig angeboten, um Kunden anzulocken, während die Marge über Nischenprodukte oder Zusatzartikel generiert wird.
- Dynamic Pricing: Zeitabhängige Preise (z. B. teurer im Nachtbetrieb), die über das Cloud-Management gesteuert werden.
Preiselastizität am Automaten
Kunden am Automaten sind oft weniger preissensibel als im Supermarkt. Ein Aufpreis für die Kühlung im Kühlmodul oder die sofortige Verfügbarkeit wird meist akzeptiert. Dennoch gibt es Schmerzgrenzen: Ein zu hoher Preis kann die Passantenfrequenz ungenutzt lassen und die Conversion-Rate senken. Hier hilft die Online-Überwachung, um Preistests durchzuführen und die optimale Balance zwischen Volumen und Marge zu finden.
FAQ zur Preisstrategie bei Automaten
Quellen & Links: