Definition: Ein Servicevertrag (auch Wartungsvertrag oder Service Level Agreement, SLA) ist eine schriftliche Vereinbarung zwischen einem Automatenbetreiber und einem Reparaturservice oder dem Hersteller. Er regelt den Umfang, die Häufigkeit und die Kosten für die Instandhaltung und Entstörung der Geräte.

Hier findest du weitere wichtige Begriffe in unserem Automaten-Glossar.

Arten von Serviceverträgen

Je nach Größe der Automatenflotte und technischem Know-how des Betreibers gibt es unterschiedliche Vertragsmodelle:

  • Vollwartungsvertrag: Deckt alle Kosten ab, inklusive Arbeitszeit, Anfahrt und sämtliche Ersatzteile für Hardware-Komponenten. Dies bietet maximale Kalkulationssicherheit für die Operating Costs.
  • Präventiv-Wartung: Beinhaltet regelmäßige Check-ups (z. B. 1-2 Mal pro Jahr), um Verschleißteile zu tauschen und das Kühlmodul zu reinigen. Reparaturen im Störungsfall werden separat berechnet.
  • Reaktionszeit-Vertrag: Garantiert, dass bei einer über die Online-Überwachung gemeldeten Störung innerhalb einer festgelegten Frist (z. B. 24 Stunden) ein Techniker am Frequenzstandort erscheint.

Inhalte und Vorteile

Ein professioneller Servicevertrag sichert die Rentabilität, da lange Stillstandzeiten vermieden werden. Wichtige Vertragspunkte sind:

  • Ersatzteilverfügbarkeit: Garantie, dass gängige Teile für Münzwechsler oder Platinen vorrätig sind.
  • Software-Support: Unterstützung bei Problemen mit dem Remote-Zugriff oder dem Payment-Gateway.
  • Hygienekontrolle: Dokumentation der Reinigung gemäß HACCP, was besonders bei Kaffeevollautomaten kritisch ist.

FAQ zum Servicevertrag bei Automaten

Bei einem Neugerät kann die Herstellergarantie ausreichen. Bei gebrauchten Geräten oder Standorten mit hohem Umsatz (hohes Ausfallrisiko) ist ein Vertrag jedoch dringend zu empfehlen.
Die Preise liegen je nach Umfang zwischen 15 € und 50 € pro Monat und Gerät. Vollkaskomodelle können teurer sein, reduzieren aber das Risiko unvorhersehbarer Kosten in der Margenkalkulation.
In modernen Verträgen ist die Aktualisierung der Firmware und des Kassensystems (TSE) meist inkludiert, da sie per Remote-Zugriff erfolgt.
Meist haben Serviceverträge eine Laufzeit von 12 bis 24 Monaten, ähnlich wie ein Leasingvertrag. Achten Sie auf die Kündigungsfristen im Kleingedruckten.
Die Garantie deckt nur Materialfehler ab Werk. Ein Servicevertrag deckt auch Verschleiß, Reinigung und oft auch Anfahrtskosten ab, die nicht unter die Garantie fallen.

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