Definition: Verbrauchsmaterialien sind Güter, die im laufenden Betrieb eines Automaten regelmäßig verbraucht oder ersetzt werden müssen, ohne selbst das Verkaufsprodukt zu sein. Sie sind ein fester Bestandteil der Operating Costs und entscheidend für die Hygiene, die Belegpflicht (TSE) und die Kundenzufriedenheit.
Hier findest du weitere wichtige Begriffe in unserem Automaten-Glossar.
Wichtige Kategorien und Beispiele
Je nach Gerätetyp variiert der Bedarf an Verbrauchsmaterialien erheblich. Hier sind die gängigsten Posten:
1. Beleg- und Quittungsausgabe
- Thermorollen: Für die Quittungsausgabe (gesetzliche Belegpflicht bei TSE-Systemen). Gängige Breiten sind 57 mm, 60 mm oder 80 mm.
- Farbbänder/Tinte: Nur bei älteren Systemen mit Nadeldruckern (heute meist durch Thermodruck ersetzt).
2. Reinigung und Hygiene (HACCP)
- Spezialreiniger: Glas- und Plexiglasreiniger für die Frontscheibe, Edelstahlpflege für das Gehäuse und Desinfektionsmittel für Touchscreen-Displays.
- Utensilien: Mikrofasertücher, Einmalhandschuhe und Müllbeutel für die Entsorgung von Verpackungsresten am Frequenzstandort.
- Druckluft-Sprays: Zur berührungslosen Reinigung von Münzwechslern und Banknotenprüfern von Staub und Flusen.
3. Produktspezifisches Material (Heißgetränke)
- Becher: Hartpapier- oder Kunststoffbecher in verschiedenen Größen.
- Zubehör: Rührstäbchen (Stirrer), Zuckersticks und Milchkapseln.
- Wasserfilter: Kartuschen zur Entkalkung, um die Lebensdauer der Hardware-Komponenten zu verlängern.
Kostenplanung und Bevorratung
Verbrauchsmaterialien machen oft 1 % bis 3 % der Operating Costs aus. Durch den Einkauf von Großgebinden im Zentrallager lässt sich der Rohertrag optimieren. Dank der Online-Überwachung können moderne Systeme melden, wenn beispielsweise das Papier für die Quittungsausgabe zur Neige geht, sodass der Techniker beim nächsten Besuch das passende Material direkt dabei hat.